Teeklatsch der #2




Hallo lieber Leser/liebe Leserin,

heute lade ich DICH wieder ganz herzlich zu einem schmucken Kaffee/Teeklatsch ein...

Thema: Autoren-Interview mit Gaby Wohlrab



Super...du hast dich dazu entschieden, auf ein Tässchen Tee zu bleiben!
Folge mir einfach in meinen imaginären Salon und mach es dir auf einem der Sessel bequem...
ich bin einfach mal so frei und serviere dir den Tee ;)

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So...nun können wir endlich beginnen, also lehne dich ganz entspannt zurück und genieße
die heutigen Köstlichkeiten für Gaumen UND die Ohren..

Heute bist nicht nur DU mein Gast, sondern auch die liebe Autorin Gaby Wohlrab

Falls du dich jetzt fragst: "Wer ist denn das?"

Dann solltest du:

1.Unbedingt meine Rezension zu Ihrem Buch Eldorin lesen

und du solltest:

2.einfach ein 2 Tässchen Tee erbitten und ganz entspannt, dem
folgendem Interview folgen!!!




-Kurze Pause- 

*Gaby und Ich nehmen im Salon platz und gönnen uns zuallererst ein Tässchen Tee*

...Nach einer kurzen *Schlürfpause* beginnen wir nun mit unserem kleinen Plausch :)

Vielen Dank liebe Gaby, dass ich dich heute in meinem imaginären Tee-Salon
WILLKOMMEN heißen darf!


-Eldorin ist dein Debütroman, wie bist du zum Schreiben gekommen?
Hast du schon früher gerne geschrieben oder kam das erst später?
Das erste Mal den Wunsch verspürt hab ich wohl erst mit 30 Jahren, also recht spät. Bei mir lag die Begabung immer so eindeutig Richtung Malerei, dass ich da genug zum künstlerischen Austoben hatte und kaum in anderen Bereichen experimentierte. Ich bin wegen der Kinder zu Hause geblieben und hab meine Zeit in kreativer Hinsicht hauptsächlich in Dinge investiert, die mit ihnen zu tun hatten: Beispielsweise hab ich Theaterstücke auf die Bühne gebracht, in denen sie mitgespielt haben oder ein Bastelbuch entworfen. Zum Schreiben wäre mir da einfach nicht genug Zeit geblieben.

-Wie bist du auf die Idee zu Eldorin gekommen?
Die ist mir zugeflogen. Es geschieht recht häufig, dass ich auf einmal in einer Geschichte drin bin, das ist für mich so normal wie Atmen. Wobei es bestimmt ziemlich dämlich aussieht, weil ich dabei mitunter laut lache oder gestikuliere (weswegen ich versuche, das auf daheim zu beschränken). Ich kann spontan eine einfache Geschichte erfinden, in dem ich aus dem Stegreif drauflos rede, so, als würde ich sie ablesen. Meine Kinder fanden das immer toll. Als Schülerin habe ich mich abends im Bett stundenlang wachgehalten, um mich irgendwo hinzuträumen. Damit konnte ich den Zeitpunkt, zur Schule gehen zu müssen, so weit wie möglich hinausschieben.

-Wie lange hat die Umsetzung des Buches gedauert und wendest du beim   Schreiben viel Zeit auf, um Dinge aus deinen Büchern authentischer beschreiben zu können??
Vermutlich lässt sich bei mir der Zeitaufwand nicht ganz mit dem anderer Autoren vergleichen, weil ich ja alles selber bzw. hauptverantwortlich gemacht habe. Ich denke, ich hab so etwa ein knappes Jahr für das Rohmanuskript gebraucht. Das war 2008 fertig. Die Überarbeitung hat ähnlich viel Zeit in Anspruch genommen (2012). Das Korrigieren bzw. Lektorieren dauerte dann über ein halbes Jahr (hierbei hatte ich Hilfe von Freundinnen).
Oh ja, ich recherchiere äußerst genau. Beim zweiten Band beispielsweise wird es eine kurze Schwertkampfszene geben. Für die habe ich tatsächlich zwei Tage lang im Internet alle Informationen über verschiedenste Schwerter und Kampftechniken gesucht, die ich finden konnte. Ich habe mir Filme mit Schaukämpfen angesehen und könnte mich inzwischen (ähem, theoretisch) auf einem Mittelaltermarkt recht gut mit den Rittern kloppen. Um beim Beispiel Schwertkampf zu bleiben: Es macht im Buch durchaus einen Unterschied, ob die Protagonisten einfach mal irgendwie einen Schlag abwehren, oder ob der richtige Bewegungsablauf beschrieben wird. Wenn man sich als Autor mit der Materie befasst hat, wirkt eine Szene einfach viel authentischer.
Vieles gucke ich natürlich nur so für mich nach, damit ich weiß, dass ich richtig liege. Kein Mensch hätte jemals nachgerechnet, wie viel Liter Blut in einem Drachen stecken bzw. durch sein Herz gepumpt werden – ich hab mir den Blauwal für einen genauen Vergleich rausgesucht und umgerechnet. Manchmal übertreibe ich es.
Ich habe ziemlich viel Computerdateien, wo ich genaue Zeitverläufe und Berechnungen notiere. Ich benötige das für so simple Überlegungen wie: Wie sind nachts die Lichtverhältnisse bei Vollmond? Wie lange braucht man für eine Strecke zu Pferd? Es ist für mich total wichtig, dass solche Sachen passen.

-Hast du einen Autor/in die dich inspiriert, also quasi als Vorbild fungiert?
Für mich war J.K. Rowling mit Harry Potter ein Aha-Erlebnis. Sie hat sich einfach getraut, was ich schon lange tun wollte. Sie wollte genau das schreiben, von dem sie dachte, dass es ihr selbst als Jugendliche auch gefallen hätte. Diese Einstellung habe ich auch. Ich erinnere mich genau, was ich in meiner Kindheit liebte und wovon ich nicht genug bekam. Dieser Zauber Eldorins hat mich mein Leben lang begleitet, ich war da Tolkien sehr nahe, ohne damals als Kind seine Bücher gekannt zu haben. Er hat die Elfen genau so gesehen, wie ich sie immer sah.

-Nachdem die letzte Seite von Eldorin geschrieben war, was hast du gedacht/gefühlt?
Es war insofern nicht so schlimm für mich, weil es ja einen zweiten Teil geben wird. Richtig schwer war, mit dem Korrigieren aufzuhören. Das liegt daran, dass ich Perfektionist bin. Als Text und Cover auf dem Weg in die Druckerei waren, war ich total zappelig, weil ich immer dachte, ich hätte etwas Entscheidendes übersehen.
Ich kann mir aber vorstellen, dass es nicht einfach ist, den letzten Band einer Reihe zu beenden. Die Figuren sind so vertraut wie reale Personen. Das wird ein schwerer Abschied werden.

-In deinem Buch haben die unterschiedlichsten Wesen einen Platz gefunden, Elfen, Zwerge usw. was wärst du am liebsten oder bleibst du lieber Mensch?
Zwischendurch mal spitze Ohren zu haben, fände ich schon cool. Insgesamt denke ich, dass Elfen zu ausgeglichen für meinen Charakter wären, ich bin eher impulsiv, das würde irgendwie nicht passen.

-Liest du selbst gerne, wenn ja, welche Genres bevorzugst du?
Seufz, ich verkneife mir nach wie vor – zumindest während der Schreibphase, also schon lange – das Genre Fantasy, weil ich mich nicht beeinflussen lassen will. Ansonsten mag ich Krimis, vielleicht, weil ich es unterhaltsam finde, schneller als mein Mann herauszubekommen, wer der Täter ist (klappt leider nicht immer). Außerdem entspannen mich Krimis, was schon irgendwie schräg klingt.
 
-Verrätst du mir/uns ein Geheimnis von dir, was man nirgends sonst lesen kann?
Uff, da muss ich echt nachdenken. Ich hab nicht wirklich Geheimnisse, ich bin sehr offen und gebe auch meine Schwächen zu. Eine ist: Mein Temperament geht manchmal mit mir durch, wenn ich etwas unfair finde. Das muss nicht mal mich betreffen, ich kann einfach nicht wegsehen, wenn jemandem in irgendeiner Form Unrecht widerfährt. Da reagiere ich mitunter zu unbeherrscht.
Dann hätte ich da ein paar Träume, von denen zwei sicher unerfüllt bleiben: Ich wollte immer die Rallye Paris/Dakar mitfahren, einmal ein Pferderennen mitreiten (armes Pferd) und möchte unbedingt nach Neuseeland und die „Herr der Ringe“- Schauplätze sehen. Nun, vielleicht krieg ich Letzteres irgendwann hin. 

-Hast du derzeit weiter Projekte in Planung und wenn ja, kannst du schon etwas darüber erzählen?
Erst einmal schreibe ich an Teil 2. Was dann kommt, weiß ich nicht. Am liebsten würde ich mal sorglos eine neue Geschichte beginnen, ohne mich um die Vermarktung kümmern zu müssen, die unglaublich Zeit frisst. Ideen für etwas Neues hätte ich genug. Mich würde ein Roman reizen, in der die Protagonisten ein bisschen älter sind, aber ich will nicht weg vom Jugendbuch mit Tendenz zu All Age. Mitunter sammle ich Ideen und Kurzdialoge in einer neuen Datei. Kann sein, es wird eine Dystopie. In meinem Kopf unterhalten sich bisweilen Leute, die ich noch nicht so richtig sehe, aber die Gespräche sind recht witzig, vielleicht wollen die irgendwann ans Licht kommen ...

Gaby,mit deinen tollen Antworten hast du den Kaffee/Teeklatsch ja richtig aufgemischt:

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Vielen Dank, dass wir dich näher kennenlernen durften!
Ich hoffe wir lesen und hören bald wieder von dir und bis dahin,
empfehle ich allen Gaby´s Buch -Edlorin das verborgene Land- !!!

Leseempfehlung von mir ;)


Soo mein lieber Teefreund/meine liebe Teefreundin, ich hoffe es hat dir gefallen, wir sehen uns das nächtse mal und denk dran: HAVE a nice TEA-BREAK

(Bildquelle: weheartit.com/lovelybooks)

Kommentare

  1. Liebe Leslie,
    es war mir ein ausgesprochenes Vergnügen! Ich komme jederzeit gerne auf eine Tasse Tee vorbei. Vielleicht bringe ich auch Herrn Bombus mit, der könnte sich hinterher um den Abwasch kümmern. Dann solltest du aber die Tassen mit dem Goldrand im Schrank lassen, du weißt, er kriegt mitunter die Kurve nicht ...

    Ganz liebe Grüße
    Gaby

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  2. Hahah echt toll gemacht mein Glühwürmchen ♥

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  3. Total toll, dass du das Interview machen durftest! ♥
    Der Teeklatsch war total toll, du brauchst dir da keine Sorgen zu machen! :)

    Lg Agent Snikers <3

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  4. Mein liebes Glühwürmchen, dieser Post war einfach nur wundervoll *-*
    Ich liebe deinen Teeklatsch und kaum hab ich das letzte Wort gelesen hatte ich schon die Vorfreude auf das nächste Treffen mit dir in deinem Teesalon! ♥
    Es war wirklich toll das du das Interview machen durftest :) Das Buch werde ich mir gleich mal ansehen!

    Alles Liebe,
    viele helle Glitzergrüße,
    und eine riesige Umarmung.
    Jasi ♥

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  5. Tolles Interview und wunderbarer Blog, bin gleich mal Leserin geworden und schau jetzt öfter mal bei dir vorbei ;-)

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  6. Tolles Interview, ich finds voll cool, dass du sowas machst, würde ich auch mal gerne machen :)
    Auf jeden Fall toller Teeklatsch, ich will mehr *-*
    LG Jana ♥

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Immer her mit dem individuellen Wortgeflüster... ♥