Das unendliche Meer [Rezension]


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Das unendliche Meer
Autorin: Rick Yance
Teil: 2
Seiten: 352 Seiten
Preis: 16,99€ [GB]
Meine Wertung: 5/10




Die erste Welle vernichtete eine halbe Million Menschen, die zweite noch viel mehr. Die dritte Welle dauerte ganze zwölf Wochen an, danach waren vier Milliarden tot. Nach der vierten Welle kann man niemandem mehr trauen. Cassie Sullivan hat überlebt, nur um sich jetzt in einer Welt wiederzufinden, die von Misstrauen, Verrat und Verzweiflung bestimmt wird. Und während die fünfte Welle ihren Verlauf nimmt, halten Cassie, Ben und Ringer ihre kleine Widerstandsgruppe zusammen, um gemeinsam gegen die Anderen zu kämpfen. Sie sind, was von der Menschheit übrig blieb, und sie werden sich so schnell nicht geschlagen geben. Und während Cassie immer noch hofft, dass ihr Retter Evan Walker lebt, wird der Kampf ums Überleben immer aussichtsloser. Bis eines Tages ein Fremder versucht, in ihr Versteck einzudringen… [Quelle: Goldmann Verlag] 

 

»Ich sollte sie zurücklassen. Und zwar sofort.
Aber ich tue es nicht. Ich kann nicht. […] In der Minute, in der wir beschließen, dass eine Person keine Rolle spielt, haben sie gewonnen, und jetzt sind meine Worte die Kette, die mich an sie fesseln.« [Seite 41] 

-Das unendliche Meer-
die Zeit der Menschen läuft ab, jetzt heißt es Leben oder Tod....


Ich schätze die Welt der Dystopien sehr, da ich es unheimlich faszinierend finde,
wie sich manch ein Autor die Zukunft vorstellst - egal wie Dunkel diese auch ist.
Nachdem mich Rick Yance mit seinem Buch "Die Fünfte Welle" wahrlich begeistern und fesseln konnte, wollte ich natürlich auch die Fortsetzung lesen!

Dies habe ich nun auch geschafft, doch zähe Textpassagen haben mir die Zeit der Begeisterung gestohlen. So setzt der Band inmitten eines ruhigen Chaos ein und ich war in einem Wirbel der Faszination und Verwirrtheit gefangen. Wir lesen nämlich nicht mehr aus der Sicht von Cassie Sullivan die im ersten Band die Hauptprotagonistin war, sondern beschreiten den Weg des Kampfes aus wechselnden Sichtweisen einstiger Nebencharaktere. Dieser Punkt hätte mir sehr gut gefallen können, da der erste Band kaum Zeit und Raum gegeben hat - seine Aufmerksamkeit auf die Menschen am Rande zu werfen. In diesem Fall jedoch war es einfach zu viel. Rick Yance hat nämlich einen sehr komplexen Schreibstil, der einen hinters Licht führt und somit Spannung hervorruft gleichzeitig aber auch die volle Konzentration des Lesers fordert um bei der Geschichte und Handlung am Ball zu bleiben. Dies viel mir zunehmends schwerer, je mehr Seiten ich hinter mir ließ, da es einfach zu viele Köpfe gab, in die ich mich hineinzuversetzen versuchte.

Meine Enttäuschung wuchs, sodass mir der Lesespaß etwas verloren ging. Mir waren das einfach zu viele innerer Monolog, wechselnde Protagonisten und zu viele verschiedene Handlungen. Mein Hirn hüpfte von einer Situation zur anderen und kam nicht wirklich fließend weiter. Trotz der stimmungsschwangeren Atmosphäre die Yance wahrlich einzusetzen vermarg, da man die Dunkelheit und den Kampf für das Leben mit Gänsehaut durch seine Wortwahl spürt, fehlte mir die tatsächliche Spannung und Action in der Geschichte - das zu zerreißend gespannte Band, was der erste Band so eindrucksvoll bewießen hat. Gegen Ende kam diese gewaltige Ladung zwar wieder Zustand und ich hing an den Seiten, fast den Tränen nah, weil es doch noch für kurze Zeit bergauf ging - doch leider haben die schlechteren Passagen und Zeilen überwogen, sodass "Das unendliche Meer" kein so heller Stern am Buchhimmel ist, wie sein Vorgänger!

Trotzdessen ist diese Dystopie-Reihe lesenswert gerade für Fans von Untergangsszenarien, die mit noch nie dagewesenen Aliens, Kriegen und rasanten Wendungen in den Bann gezogen werden wollen.....
Cover/Gestaltung: 1,5/2 Punkten
Charaktere: 1/2 Punkten
Spannungsfaktor & Lesespaß: 0,5/2 Punkten
Schreibstil: 1/2 Punkten
Handlung: 1/2 Punkten


Ich gebe 5/10 Punkte



Kommentare

  1. Huhu Leslie,

    schade, dass du der Autor hier so von dem ersten Band abgewichen ist und dir damit die Lesefreude ein Stück weit genommen hat. Kommt hiervon eigentlich noch ein Folgeband heraus? Wenn, dann hoffe ich für dich, dass der Autor sich wieder fängt.
    Ich hab zwar schon viel von Rick Yancy gehört, aber selbst noch nichts vom ihm gelesen.

    LG
    Steffi♥

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  2. Eine wirklich gelungene Rezension! Also: Alles wie immer :D
    Ich fand den zweiten Teil auch schwächer im direkten Vergleich zu "Die 5. Welle".
    Zudem gefiel mir die Aufteilung nicht: Der erste Roman 480 Seiten, der zweite Teil 350?
    Gut, das ist ziemlich oft, aber mich stört so etwas immer. 130 Seiten sind dann doch etwas viel ...

    Ganz viele liebe Grüße, Rainbow ☼♥
    walkingaboutrainbows.blogspot.de

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  3. Leslie,
    schade, dass auch dich Band zwei nicht so ganz überzeugen konnte. Bei mir hat es das Ende noch rausgerissen, da war ich dann glücklich :D
    Aber du hast deine Meinung wirklich sehr schön in Worte gefasst, gefällt mir.

    Alles Liebe,
    Lea ♥

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  4. Huhu Leslie-Zauberfee,

    habe jetzt schon auf einigen Blogs gelesen, dass dieser Band nicht so gut sein soll wie Band 1. Seit gefühlten Jahren möchte ich ja Band 1 schon lesen, aber irgendwie schafft es das Buch nie in meinen Einkaufswagen. Es ist doch wie verhext ;-)

    Liebste Grüße
    Sandra :-*

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  5. Hallo Leslie,

    ja, ich weiß, was du meinst. Mich haben vor allem die Perspektivenwechsel sehr gestört bzw. haben sie mich total verwirrt. Trotzdem konnte mich das Buch dann noch überzeugen, hier hat's mir Ringer angetan und diese Wendungen, mit denen, zumindest ich, überhaupt nicht gerechnet habe.

    Jetzt freue ich mich einfach auf den Abschlussband.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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Immer her mit dem individuellen Wortgeflüster... ♥