(Rezension) Black Blade

Black Blade

Black Blade #1
Autorin: Jennifer Estep
Teil: 1
Seiten: 368 Seiten
Preis: 14,99€ [BT]
Meine Wertung: 9/10




Die 17-jährige Lila Merriweather verfügt über außergewöhnliche Talente. Sobald sie einem Menschen in die Augen blickt, kann sie in dessen Seele lesen. Zudem beherrscht die Waise sogenannte Übertragungsmagie - jede auf sie gerichtete Magie macht sie stärker. Doch Lila hält ihre magischen Fähigkeiten geheim, denn sie hat einen nicht ganz ungefährlichen Nebenjob: Sie ist eine begnadete Auftragsdiebin. Das Leben der freiheitsliebenden jungen Frau gerät allerdings aus den Fugen, als sie eines Tages den Sohn eines mächtigen magischen Familienclans vor einem Anschlag rettet und prompt als dessen neue Leibwächterin engagiert wird. Plötzlich muss sich Lila in der magischen Schickeria der Stadt zurechtfinden, wo Geheimnisse und Gefahren an jeder Ecke auf sie warten – ebenso wie ihre große Liebe. (Quelle: Verlag)


Der Herbst ist magisch und voller dunklen Ecken in denen sich Schattengestalten und seltsame Lichter tummeln. Nichts haucht dieser Atmosphäre mehr Leben ein, als die Zeilen von Jennifer Esteps neuem Roman "Black Blade". Dieser entführt ins Leser in die Stadt "Cloudburst Fall" die das Aushängeschild für jenen magischen Ort ist, an dem Märchen wahr werden. Doch im Gegensatz zu den vielen Touristen sieht eine Person das echte Gesicht hinter den Zaubern der Straßen. Die 17.Jährige Lila Merriweather durchstreift nämlich sobald die Sonne ihren letzten Lichtstrahl abgibt die Dächer und Straßen der Nacht und begegnet dabei allem, was man nicht für möglich hält. Sie ist eine Diebin und noch gerissen dazu, doch die Vergangenheit streckt immer wieder ihre Fänge nach ihr aus. 

Cloudburst Fall ist vielleicht wie ein wahr gewordenes Märchen, aber Märchen erzählen eben nicht nur die Geschichten von Prinzen und Prinzessinen, viel eher versteckt sich in diesen Geschichten das böse in Form von dunklen Flüchen und Gestalten. Diese Gestalten und Monster lauern auf den Straßen der Stadt und werden nur von den mächtigsten Familien der Stadt in Zaum gehalten. Durch einen Zufall entdeckt eine dieser Familien, die Talente von Lila und diese ist nun gezwungen an deren Seite zu kämpfen und die tödlichen Lügenspiele aus Zauber und Wirklichkeit zu enttarnen. Dabei begegnet sie Devon dem sie als Leibwächterin zugeteilt wird und der mehr in ihr bewegt, als Lila zugeben will. Doch die Vergangenheit treibt eine Kluft zwischen sie und mit der Zeit und düsteren Gestalten im Nacken, erkennen sie bald wie ihre Leben schon einst verwoben worden sind und wie Hass und Machtgier alles zu zerstören drohen, was ihnen lieb ist. Und das Magie ebenso retten, wie auch zerstören kann!

Ich hänge immernoch in Gedanken den Zeilen von Cloudburst Fall nach, der Geschichte von Lila Merriweather die gerade erst begonnen und mich doch schon so unglaublich dolle mitgerissen und in den Bann gezogen hat. Der Einstieg begann spannend und schon nach kurzem trat der gewohnte Schreibstil von Estep zutage. Ihre Zeilen verwandeln sich in Bilder - die fast greifbar an einem vorüber ziehen und selbst nach dem letzten Wort etwas in einem bewegen. Man fühlt sich wie auf einer Wolke, die dahingleitet, nur um im nächsten Moment in eine Welle aus Action, Spannung und Mitgefühl gerissen zu werden. Man schnappt nach Luft - doch die Luft besteht in diesem Fall aus Zeilen und von diesen verlangen Kopf und Körper immer mehr! 

Besonders fasziniert haben mich wie für die Autorin üblich, die zahlreichen, bunten Charaktere. Es ist falsch beschrieben, wenn ich sagen würde, dass ich mich leicht mit ihnen identifizieren konnte, da in dieser Buchwelt Geheimnisse groß geschrieben sind und den betreffenden Personen oftmals das Leben retten. Lila hat ihre Mutter auf grausame Art und Weise verloren und verschließt ihr Herz in einer Truhe, diese kann man zwar schütteln, doch gänzlich zu öffnen vermag es niemand. Ihre Gedanken sind wie Wasser im Meer, so ist es zu Anfang seicht und durchscheinend und wird je weiter man vordringt, immer tiefer und dunkler. Stille Wasser sind eben tief. Ihre magischen Fähigkeiten bringen sie genauso oft in Gefahren, wie sie ihr nützlich sind. Die Familienclans lehrt man gleich zu fürchten, doch auch wenn Devon zu einer dieser Familien - den Sinclairs zählt, schlich er sich langsam in mein Herz, da das Seine so groß und fürsorglich ist. Sein bester Freund Felix ist charmant und hat beklemmende Situationen aufgeheitert und entlockte mir mit seiner Art ein Lächeln aus vollem Herzen .Auch kleine Kreaturen, die zu Anfang bissig sind finden ihren Weg ins Licht und bringen Humor und Sarkasmus in die Geschichte.Generell war die Mischung einfach fantastisch und trägt einen mit Blitzgeschwindigkeit durch das Innere des Buches. 

Black Blade ist nicht nur ein Buch, indem es um magische Fähigkeiten und Wesen geht, sondern es ist selbst Magie. Man verliebt sich trotz der Gefahren uns Monster in die Orte - leidet, fühlt und kämpft in Gedanken mit den Protagonisten mit. Ich war gefesselt vom Anfang wie auch Ende und würde keinesfalls auf die Bremse treten wollen, sondern viel eher mit frischen Feuer im Herzen die Fahrt für eine weitere Reise nach Cloudburst Fall aufnehmen. Eine klare Empfehlung von mir :)
Cover/Gestaltung: 1/2 Punkten
Charaktere: 2/2 Punkten
Spannungsfaktor & Lesespaß: 2/2 Punkten
Schreibstil: 2/2 Punkten
Handlung: 2/2 Punkten


Ich gebe 9/10 Punkte

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