[Rezension] Die Nacht, in der wir uns wiedersahen ☾



Eine Nacht, zweite Chance, große Liebe.

Ella kann es kaum fassen, als auf einer Party plötzlich Matt vor ihr steht. Matt, der sie vor acht Monaten ohne ein Wort sitzen ließ. Ella ist wütend, aufgeregt und neugierig. Hin- und hergerissen entscheidet Ella sich dafür, Matt eine zweite Chance zu geben, zumindest für diesen Abend. Und erlebt eine unvergessliche Nacht voller Überraschungen



  "Die Nacht, in der wir uns wiedersahen" ist mir schon früh aufgefallen, da ich die Jugendbücher vom cbt-Verlag wirklich sehr schätze und liebe

Begeistert war ich gleich zu Anfang von der besonderen Erzählperspektive, da die Geschichte im Buch im Wechsel aus der Sicht von "Heute" und "Damals" erzählt wird. Als Leser wird einem somit sehr schön vor Augen geführt, wie sich Ella und Matt eines Abends kennenlernen und wie es zu der komplizierten Lage kam, als sich beide nach der Trennung ganz unerwartet und wieder bei Nacht begegnen. Das Besondere daran ist, dass beide Abende sehr ähnlich verlaufen und dies beim Wiedertreffen auch so gewollt ist. Die Stimmung wechselte somit Laufend und erst viel später lernt man als Leser zu verstehen. Mir hat das wirklich sehr gefallen, weil ich die Idee dahinter einfach speziell und originell fand und eine gewisse Spannung gegeben war die einem das Gefühl vermittelte, auch an schwachen Stellen stark zu bleiben!
Und hier kommen wir nun auch schon zum größten Kritikpunkt, der mir leider Gottes immer wieder aufgefallen ist: die Handlung. An sich sollten man von solchen doch recht kurzen Geschichten nicht zu viel Tiefe erwarten - doch in diesem Fall wäre sie laut meiner Meinung, ganz wichtig für den Verlauf der Dinge gewesen. Ella und Matt haben beim plötzlichen Aufeinandertreffen bereits eine Beziehung, da beide schon einmal zusammen waren. Dieses zweite Wiedertreffen der beiden Protagonisten nach der Trennung verlief jedoch viel zu schnell genau wie die Zukunftsgefühle die bei beiden wieder Zutage kamen. Nach einer Trennung, besonders nach einer solchen, wie die der beiden, sollte der Fokus erstmal darauf liegen, verletzte Gefühle zu heilen und wieder eine Vetrauensbasis herzustellen. Dies war leider kaum gegeben.
Auch wenn mir sowohl Ella wie auch Matt symphatisch waren, konnte ich diese Entwicklung nicht ganz nachvollziehen, da ich immernoch auf dem Punkt von "Damals" stand und die beiden ohne mich, den Leser, ins "Heute" davon gelaufen sind. Ich kam einfach ab Mitte vom Buch gefühlsmäßig, nicht mehr ganz mit und auch wenn ich wissen wollte, wie das Ende aussieht, sprang der anfängliche Funken der ersten Seiten nicht mehr ganz bei mir über!
 Der Schreibstil selbst war recht flüssig, dennoch blieb der Glanz vom Cover bis zum Ende hin verschwunden. "Die Nacht, in der wir uns wiedersahen" ist keinesfalls ein schlechtes Buch, doch sollte man beim betrachten, sowie Lesen des Klappentextes nicht zu hohe Erwartungen aufkeimen lassen. Jemand der eine Liebesgeschichte sucht, die einem durch Kraft der Zeilen bis ins Herz trifft ist hier Fehl am Platz, jemand der aber eine leicht Liebe sucht, die einem nicht den Kopf schwer machen lässt, ist hier genau richtig.
Cover/Gestaltung: 1/2 Punkten
Charaktere: 1/2 Punkten
Spannungsfaktor & Lesespaß: 1/2 Punkten
Schreibstil: 1/2 Punkten
Handlung: 1/2 Punkten


Ich gebe 5/10 Punkte

Kommentare

  1. Huhu,
    oh schön, dass du das Buch vorstellst. Danke! Ich habe es nämlich dick auf meiner Wunschliste. Gerade weil die Story so toll klingt. Leider habe bis jetzt nur mittelmäßige Bewertungen gelesen, die Meinungen decken sich komplett mit deiner. Mal sehen ob ich dem Buch mal Zeit widme, die ist nämlich immer knapp :-)
    Grüße dich ganz lieb,
    Damaris

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  2. Hallo :)
    Schade dass das Buch nicht 100% überzeugen konnte. Leider hat Damaris Recht diese Rezis häufen sich. Ich werde mir das Buch voerst noch nicht kaufen. Danke für die Rezi
    Alles Liebe
    Janine

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  3. Huhu Leslie,

    Eigentlich sollte ich jetzt Englisch Hausaufgaben machen, aber vorher musste ich mir einfach noch deine zauberhafte Rezension durchlesen ❤
    Das Buch stand allein wegen seines Covers in meinem Kopf fest, weil ich das wirklich wunderbar finde :) und auch die Handlung klang eigentlich recht interessant, zumal ich mich schon einmal in einer ähnlichen Lage, wie die Protagonistin, befunden habe.
    Wie du aber schon Schreibstil konnte es dich nicht wirklich über zeugen, und da scheinst du nicht zu den einzigen zu gehören.
    Mal schauen, ob ich es nicht doch noch lese.

    Aber mal wieder ein wunderbarer Beitrag❤
    Hab eine schöne Woche
    Liebst Hannah

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    1. Dieser Moment, wenn ich mich ernsthaft frage, warum mein Handy aus "schreibst" "Schreibstil" macht... ._.

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Immer her mit dem individuellen Wortgeflüster... ♥