[Rezension] K-Kidnapped †



Als sechsjähriges Mädchen gekidnapped, fünf Jahre später befreit – ganz Amerika verfolgte damals den Entführungsfall der Kick Lannigan. Jetzt ist Kick einundzwanzig. Geübt in Kampfsportarten und auf dem Schießplatz, hat sie sich ein Leben aufgebaut, in dem sie sich sicher fühlt. Bis ein Mann namens John Bishop ungebeten in ihrer Wohnung auftaucht. Bishop spürt vermisste Kinder auf. Er ist überzeugt, dass nur Kick ihm in seinem aktuellen Fall helfen kann, und er akzeptiert kein Nein als Antwort. Doch um die entführten Kinder zu retten, muss Kick eine Reise in ihre eigene dunkle Vergangenheit wagen – eine Reise, die tödliche Gefahren birgt … [Quelle: Verlag]





Nach langer Zeit hatte ich mal wieder richtige Lust auf einen Thriller. Nur per Zufalle bin ich  über den neuen Roman von Chelsea Cain "K-Kidnapped" gestolpert und habe mich vom Klappentext zum Lesen verleiten lassen!

Gleich zu Anfang muss ich sagen, dass ich meist zu hohe Erwartungen an Thriller habe. Meiner Meinung nach reicht bisher einfach nichts an meinen geliebten Cody McFadyen heran und so wird es schon beim ersten Blick auf ein Thriller-Buch sehr schwer für den jeweiligen Kandidaten. Schon die erste Seite vom Buch hatte jedoch eine besondere Wirkung auf mich, die mich sehr fesseln konnte. Auch wenn diese Anfangsszene recht verwirrend ist, da wir uns einem kleinen Mädchen gegenüber sehen, dass von Polizisten gewaltsam aus ihrem vermeintlichen Zuhause gerissen wird, fügt man in Gedanken erste Puzzleteile zusammen. Denn die Autorin fügt geschickt und mit unglaublicher Leichtigkeit Infos in die Geschichte ein, die manch einem erst zum späteren Zeitpunkt wichtig erscheinen werden, aber eigentlich schon von Anfang an gegeben waren.

Das 11.Jährige Mädchen hatte in ihrem Leben schon viele Namen. Geboren wurde sie als "Kathleen" Lannigan. "Kit" war ihr Spitzname im Kindergarten bis zur Grundschule und dem verhängnisvollen Tag, als sie zu dem netten fremden Mann ins Auto stieg. "Beth" war der Name, den ihr Entführer ihr gab, und so hieß sie fünf lange Jahre bis zu ihrer Befreiung wo ihr erster Schritt der Freiheit darin bestand sich fortan "Kick" zu nennen. Nun ist Kick 21.Jahre alt und geschädigt wie ein zebrochener Spiegel. Ihr Kleber, der alles zusammenhält ist die Routine, in der sie tagtäglich wie eine bessene Kämpft und von Waffen aller Art sowie Messern umgeben ist. Einzigst ihr Hund sieht Gefühle, die Kick sonst vor jedem verbirgt. Und als eines Tages der undurchsichtige Bishop in ihrer Wohnung auftaucht und nach Hilfe zu weiteren Entführungsfällen bittet, ist der Zeitpunkt gekommen sich der dunklen Vergangeheit zu stellen. Doch um welchen Preis?

Kick war mir von Anfang bis Ende ein Rätsel. Symphatie hat in diesem Buch nicht wirklich Raum, ist fast schon unpassend, mich hat eher großer Respekt vor der jungen Frau gepackt, der wir im Buch gegenüber stehen. Auf den ersten Seiten noch mit viel Verständnis war ich im Laufe der Seiten etwas enttäuscht, dass Kick so unwirklich, nicht greifbar erscheint. Ganz im Gegensatz zu Bishop der ... etwas besonderes an sich hatte.

Wirklich beeindruckt und sprachlos war ich nicht nur von der Stimmung im Buch, die mit ihren dunklen Geheimnissen bis in mein innerstes gedrungen ist, sondern auch der Handlungsverlauf der eine Welt des grauens eröffnet und doch so real ist, dass sie wirklich aus dem echten Leben gegriffen ist. Plötzlich liegt der Fokus auf einem Thema, dass man beim Lesen vom Klappentext so nicht vermutet hätte - und der Ring zieht sich mehr und mehr zusammen, wie er für den Leser ersichtlich wird. Viel mehr möchte ich nun nicht mehr vom Inhalt verraten, da das Buch von seine überraschenden Offenbarungen lebt, die in einem den nagenden Wunsch erwecken endlich die Auflösung zu erfahren!

K-Kidnapped hat mich auf jedenfall begeistern können und mir die Welt der Thriller wieder näher gebracht, sodass ich meine Vorurteile und hohen Wünsche des Öfteren zur Seite schieben werden und mich einfach einmal mehr überraschen lassen möchte. Die Autorin hat eine kaputte Frau schraffiert, dessen Linien ich gerne gefolgt bin und genauso verworren wie es Scrabble-Stücke zu sein scheinen, öffnet sich der Blick nach und nach für das Offensichtliche...
Cover/Gestaltung: 2/2 Punkten
Charaktere: 1/2 Punkten
Spannungsfaktor & Lesespaß: 1/2 Punkten
Schreibstil: 2/2 Punkten
Handlung: 1/2 Punkten


Ich gebe 7/10 Punkte

Kommentare

  1. Super Rezi.
    Cody McFadyen ist auch besonders und anders, aber Chelsea Cain mit ihrer Gretchen-Reihe (Archie(?) ..Irgendwas..) ist wirklich auch speziell und gefiel mir vom absoluten Grundkonsens saugut... Mir fallen da noch etliche andere wirkliche empfehlenswerte Thriller und Thriller-Reihen ein.
    Liebe Grüsse

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  2. Oh- ich liebe ja Thriller und dieser klingt für mich wirklich interessant!

    Danke für die Rezension, so wächst meine Wunschliste fröhlich weiter!

    Liebst Nicole

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