[Tipps] Bloggen&Lesen. So spielt das Leben..


Das Lesen ist manchmal so eine "Sache", zumindest kommt es mir so vor. Nicht mehr eine Leidenschaft. Oder ein Hobby. Eher ein Zwang. Immer wieder führe ich Gespräche in denen genau dieser Fakt, fast schon kryptisch analysiert wird, mit dem Ziel eine Antwort gen Lösung zu finden. Dabei ist es doch so einfach: es liegt am Leben. Jeder fängt mal klein an. Höre ich mich in der Welt der Buchliebhaber um, wird oft von " in die Wiege gelegt" gesprochen. Bücher begleiten uns schon von klein auf, aber auch hier kommen unterschiedliche Wege bei raus. Der eine Bücherwurm wird tatsächlich, als dieser geboren. Die Anderen stolpern, fallen und verlieben sich in das auf Papier gebrachte Wort. Es fing an mit Harry Potter und bei raus kam ... Im Laufe der Zeit wächst man nicht nur selbst, sondern auch der eigene Geschmack, sowie Interessen - diese sind zumindest für mich selbst immer ausschlaggebend zu welchem Buch ich derzeit greife.


Und damit kommen wir der Sache auch schon näher. Versprochen! Wenn ich auf meine bisherige Leselaufbahn zurückblicke, kommt erstaunliches bei raus: es war fast schon alles an Bord. Na dann, Ahoi... Von Klassikern wie den Pixibüchern - erinnert ihr euch? Quadratisch, praktisch, gut - zu Pferdebüchern. Plötzlich ein richtiger "Cut" und hin zu Helden, Magie - bishin zu Vampiren wie Edward Cullen. WoW, und das war noch nicht mal das Ende! Zwischenzeitlich gab es immer kurze Phasen in denen ein kleiner Stillstand dazwischen kam. Nichts weltbewegendes. Man fand mich nur statt mit einem Buch in der Hand auch im echten Leben vertreten. Was ich damit verdeutlichen möchte: jeder hat es - diese Phasen. Und das schon immer. Eigentlich ziemlich lang. Nur eine Sache hat sich bei mir (wie auch bei vielen von Euch) verändert: das Bloggen.



Seit ich Blogge führt meine bibliophilische Ader ein Eigenleben. Zu Erkennen u.a an riesigen Bergen von Büchern! Das hat auch einen Grund. Ich bin nicht mehr "allein", sondern habe mich einer Art Netzwerk angeschlossen, dass jeden Tag wächst und gedeiht und sich gegenseitig mit allerhand neuen Informationen zum geliebten Buch füttert. Und man sind wir hungrig: und wie... Aus diesem Grund und um es mit meiner leicht dramatischen Seite zu verdeutlichen, sind wir jeden Tag der Woche, stundenlang von Büchern und dem Lesen umgeben. Darum fällt es Einem selbst auch so auf, wenn man da "plötzlich nicht mehr so reinpasst" und sich alles etwas eng und gewollt anfühlt.

Und hier kommen wir nochmal zum Leben selbst, dieses besteht zu 90% aus Veränderungen. Da kommt der Job um die Ecke, Familie, Schule, Uni&Co. - da will die eigene Seele ein bisschen mehr gepflegt werden und Lesepausen entstehen. Unbefristet. Befristet. Es kommt wie es kommen soll und muss. Der Partner ist weg? - Also der Liebesroman in die Tonne und ein blutiger Thriller in die Hand. Die Schokolade von Weihnachten kneift immer noch über dem Jeansbund? - Also her mit einem Fitness od. Ernährungsbuch. Ich will einmal kein Nerd, sondern Held sein! - Ab zu Harry Potter und und und ... Seht die Sache mit dem Lesen nicht so eng, dann wird aus einer Leidenschaft auch nicht bloß noch eine "Sache" die unter Druck immer wieder ans hintere Gedankentürchen klopft, wenn es unpassend ist.


 

Wir Bloggen: Ja. Wir Lesen: manchmal viel und manchmal wenig. So verwirrend und schwer es vielleicht klingen mag, aber macht das Eine nicht vom Anderen abhängig. Und dieser "schlaue" Satz geht auch an mich! Verflixt und zugenäht. Den Zwang scheucht schlicht und einfach den Spaß weg und bringt keinem etwas, entsteht aber, wenn man sich an einer Sache festbeißt, die sich verändert hat, in Moment nicht umzusetzen - oder derzeit einfach nicht in den vollen Alltag passen will. Seit offen für Neues, gerade bzw. besonders in der Hinsicht auf Bücher, Bloggen und Lesen, dann zwickt es auch nicht so - und der Knoten löst sich bald von selbst. Good Luck!


Kommentare

  1. Hey!
    Dein Beitrag spricht mir aus der Seele . Das Wichtige für mich am Lesen ist und bleibt immer der Spaß. Ich erhoffe mir, dass ich den nie verlieren werde, egal was kommt.
    Alles Liebe
    Sarah

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    1. HuHu liebe Sarah!

      Freut mich, dass du mit meinen wirren Gedanken was anfangen konntest :) Und allein sich darauf zu besinnen -den Spaß- bringt einem selbst schon am Allermeisten! Ich finde es immer ganz schade, wenn ich höre wie viele sich bei Flauten verrückt machen oder nur noch zwanghaft an Büchern knabbern - wo oben gesagt, hat jeder mal so eine Phase und da gibt es viele Gründe. Situation annehmen und schon sieht die Welt entspannter aus :)) gerade wenn ein Hobby auch Leidenschaft bleiben soll <3

      Dir alles Liebe :*

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  2. Dein Text ist so sehr wahr, dass ich nicht anders kann als zustimmend zu nicken. Ich hab mir letzte Woche unheimlich Stress gemacht "du musst das jetzt lesen, Hannah. Jetzt lies doch endlich mal oder willst du am Monatsende wieder nur mit 4 Büchern dastehen?!" Bis ich mir dann selber mal gesagt hab, Nö. Wenn ich keine Lust hab, hab ich keine Lust und dann macht es mir auch keinen Spaß mehr.
    Und lesen soll ja unser Hobby sein und nicht unser Zwang. Es soll ja da sein, aber wenn man mal keine Lust hat, dann ist das so. Und das hast du in deinem Text einfach wunderbar und absolut perfekt rüber gebracht. Danke!❤️

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    1. Hey du Liebe! Freut mich, wenn man etwas aus den Worten ziehen kann :) Und beiß dich nicht so an Zahlen fest - hauptsache das was du liest, kann dich soweit es geht begeistern...

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  3. Hey!
    Sehr schöner Post, spricht mir absolut aus der Seele. Bloggen hin oder her, Bücher sollten Leidenschaft bleiben und nicht zur Last werden. Genau wie das Bloggen selbst Hobby und nicht Beruf sein sollte - es sei denn, man kann, was in seltenen Fällen tatsächlich der Fall sein soll, davon leben.
    Ich hatte selbst mal eine Phase, in der ich mir ständig dachte: Du musst mehr lesen, sonst ist dein Blog so gut wie tot. Du brauchst was, worüber zu schreiben kannst... Na ja, im Endeffekt war das Gegenteil der Fall und ich hab mir so einen Stress gemacht, dass ich kaum noch zum Lesen kam. Seitdem ich das wieder entspannter angehe, kann ich auch wieder viel besser in die Bücherwelten eintauchen.
    Lieben Dank für den schönen Post!
    Lg, Sarah

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    1. Hi Sarah - und genau das ist doch eigentlich blödsinn, wir immer mit unserem blöden Bücherdickkopf :D Schaufeln uns damit eigentlich selbst eine Sackgasse - freut mich d.h das du wieder aus dieser Phase rauskamst :)

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  4. Hallo liebe Leslie-Fee! ♥

    Ein toller Post!
    Mir ist sowas auch schon aufgefallen, man stresst sich so sehr, Bücher zu lesen und ich arbeite auch daran, nur noch dann zu lesen, wenn ich Lust darauf habe und auch nur, wonach mir gerade ist. Erstaunlicherweise hat meine Wunschliste im Laufe meines Bloggerlebens sogar abgenommen, vielleicht auch, weil ich mittlerweile relativ wählerisch bin und meist nur noch die Bücher lese, von denen ich denke, dass sie mir gefallen werden.
    Bloggen und Lesen erfordern sehr viel Zeit, und gerade während der Schulzeit kann ich diese nur begrenzt investieren. Auch hier habe ich aufgehört, mich zu stressen. Es sind Hobbys, und ich will, dass das so bleibt - es sollen keine Verpflichtungen werden. ^^

    Ganz liebe Grüße ♥

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  5. Hallo!:)
    Ich kann mich den anderen nur anschließen - das ist ein richtig toller Post!
    Und du hast so recht. Lesen und Bloggen kann so stressig sein. Aber das sollte es nicht sein, denn das sind Hobby und die sollte man genießen können, statt sich davon stressen zu lassen. Im letzten Jahr habe ich mir aber trotzdem immer einen riesen Stress gemacht, wenn ich gesehen habe, dass andere zehn und mehr Bücher im Monat gelesen haben und ich selbst nur drei oder vier... Irgendwann habe ich damit aber aufgehört und inzwischen mache ich mir gar keinen Stress mehr. Ich lese einfach wann und wie oft ich Lust hab und wenn ich weniger lese als andere und vielleicht auch weniger blogge dann ist es halt so. Und so ist es auf jeden Fall besser, als wenn ich aus "Zwang" und Druck lese und blogge!

    Liebe Grüße, Bekky <3

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  6. Hallo Leslie,

    du hast so recht! Dein Beitrag spricht mir aus der Seele.
    Momentan befinde ich mich auch in so einer Leseflaute-Zwischending. Einerseits will ich lesen, aber wenn ich es tue, reizt mich das Buch nicht und plötzlich ist alles andere interessanter *.*
    Ich sollte echt anfangen meine Ziele kleiner zu halten, denn lesen soll Spaß machen. Immerhin haben wir alle das Lesen als Hobby für uns entdeckt weil es Spaß macht, aber durchs bloggen ist es für mich immer mehr in den Hintergrund gerückt. Das ist gar nicht gut O.o
    Danke, dass du mich daran erinnert hast, dass ich etwas ändern muss. Es ist richtig gehend schlimm, dass man mich daran erinnern musste *.*

    Alles Liebe,
    Tiana

    PS: Und ja, ich würde mich über Mail von dir freuen :D. Ich bin froh, dass es dir wieder besser zu scheinen geht.

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  7. Hey Leslie,
    ein schöner Post, der mir wirklich aus der Seele spricht.
    Lange Zeit habe ich nicht verstanden, warum sich Blogger immer wieder selbst so unter Druck setzen. Bis ich mich irgendwann selbst mal dabei ertappt habe, wie ich darüber nachdachte, dass ich jenes Buch noch lesen muss und diese Rezension sollte noch geschrieben werden.
    Das hat aber Gott sei Dank recht schnell zu einem Umdenken geführt. Den Streß macht man sich ganz alleine und daher kann man sich davon auch nur alleine lösen. Wer 10 Rezensionsexemplare gleichzeitig anfordert, diese alle in 4 Wochen lesen und rezensieren möchte, der darf sich nich wundern, wenn er gestreßt wird.
    Und auch sonst, sollte man sich wirklich nicht streßen lassen. Dass Beiträge online kommen oder dergleiche... Das nimmt einem nur den Spaß

    Alles Liebe, Nelly

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Immer her mit dem individuellen Wortgeflüster... ♥