Unbedeutend. Bedeutend. Die Stille "Danach".


Ein weiterer Tag – dieser paradoxen Tage, an denen Leere einen einengt und die Stille zu laut wird. Das übermächtige Gefühl, die Gedanken sind lauter als Worte und Geheimnisse klarer als das "ausgesprochene" Wort. Wenn sanfte Berührungen Schmerzen sind und liebe Worte, furchtbare Wunden reißen. Die fröhlichste Stimme gezwungen klingt und das einfachste Lächeln so schnell wie eine Sternschnuppe verblasst, dann ... hat man Kummer. Liebeskummer!


Alles schreit, aber ist gleichzeitig leer. Nicht mehr denken, können und wollen. Raus. Laufen, immer geradeaus. Dahin, wo niemand etwas sagt, wo niemand etwas fragt. Wo niemand etwas weiß oder sieht. Laufen, bis man das Herz nicht mehr spürt und der Atem alles übertönt. Fallen. Schreien. Weinen. Atmen. Weitergehen. So fühlt sich Leben an. Das sind Gefühle die Kollidieren. Verletzen. Aber irgendwann auch heilen. Langsam wieder klar denken, aber die Gedanken lassen sich nur schwer sortieren. So viel Unausgesprochenes. Ungewissheit und Hoffnung kämpfen einen Kampf, der fast schon körperlich schmerzt. Nie zurück, sich nie der Wahrheit stellen. Gefühle zusammenfalten und fein säuberlich einsortieren. Und dann bügeln. Verstauen. Vergessen. Und erst wieder überstreifen wenn es okay ist. Geheilt. In Ordnung.


„Ich nehme mir vor, mich selbst zu schützen. Und dann schreite ich ohne jeglichen Schutz, ohne Rüstung oder starken Gedanken in den Krieg. Offenbare mich. Wieder. Gebe mich hin. Wieder. Vielleicht bin ich gar nicht so ängstlich, wie ich immer dachte?“ Ich kann tatsächlich ziemlich mutig sein - Veränderungen tun weh, können weh tun. Lebe wohl!, sagen. Umdrehen. Fortgehen. Springen. Weitergehen. Aber: mutig sein fühlt sich toll an. Und irgendwann ist auch das Neue - das Gewöhnliche, was es zu verändern gilt. Ich habe nicht alles, was ich mir wünsche, aber ich liebe alles was ich habe, und ich bin dankbar für diesen Reichtum und diese Erkenntnis ist ein Geschenk, das Privilig, dass es nun nach und nach wieder zu schätzen gilt! 

[Bilder in diesem Beitrag via tumblr, pinterest]

Kommentare

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    1. Und du bist eine wunderbare Seelentrösterin :*

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  2. Wunderschön, melancholische, aber auch wegweisende Worte. ♥

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    1. Ein bisschen Melancholie um danach die Sonne mit klaren Kopf und Herzen begrüßen zu können - ich danke dir :* Fühl dich zart gedrückt!

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  3. Wow wunderschön geschrieben, so voller Gefühl <3

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  4. Huhu,

    sehr schöne bewegende Worte.

    Liebe Grüße
    Elena

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Immer her mit dem individuellen Wortgeflüster... ♥