Das Feuer neu entfacht...


Gerade jetzt in diesem Moment sitze ich am offenen Fenster, tippe in die Tasten und lasse das Treiben auf der Straße samt kühler Herbstluft in mein Zimmer und an mir vorüber ziehen. Denn mir ist nicht kalt. Mir ist warm. Nach langer Zeit lodert wieder ein Feuer in mir. Mein Feuer. Dieses Feuer, dass kein Holz benötigt - sondern von ganz alleine brennt. Züngelt und bestehen bleibt. Zu manch einer Zeit geringer erscheint, nur um im nächsten Moment wieder wild und vielleicht etwas übermütig zu lodern. Früher oder später kommt der Zeitpunkt, an dem wir alle verantwortungsbewusste Erwachsene werden müssen. Und lernen müssen das aufzugeben was wir wollen, damit wir uns für das entscheiden können was richtig ist. Und gerade an diesem Schneidepunkt - wo Altes und Neues aufeinandertrifft, ist mir eines bewusst geworden - hat sich förmlich in Kopf und Herz gebrannt: Man muss lernen sich selbst genug zu sein. 

Denn ich hatte all die Zeit Freiheit, doch ich sah sie nicht. Ich hatte Zeit, doch ich verstand sie nicht. Und ich hatte Liebe, doch ich fühlte sie nicht. Wie auch, wenn man selbst noch so unvollständig ist? Es ist ein ständiger Kampf, der in uns allen tobt, zwischen der guten Seite unserer Natur und der Versuchung durch unsere inneren Dämonen. Und manchmal kann man die Dunkelheit nur dadurch abwehren, dass man sie mit seinem Selbstwertgefühl erleuchtet. Es gibt also Momente in unserem Leben, da stehen wir an einer Kreuzung. Voller Angst, Verwirrung, Furcht und Schmerz. Wo wir nicht mehr Bemerken wo wir stehen. Denn wenn wir mit etwas konfrontiert werden, was wir bisher nicht kannten, ist der erste Gedanke sich umzudrehen und wegzulaufen. Doch es gibt einen Zeitpunkt wo es anfängt das die Menschen sich versuchen zu bessern um die Kraft zu finden den Schmerz und das Dunkle zu ertragen. Den dieser Weg braucht Mut, um jemanden an sich heranzulassen oder jemandem oder sich selbst eine zweite Chance zu geben. Vielleicht auch eine Dritte. Denn nur, wenn man auf die Probe gestellt wird, entdeckt man, wer man wirklich ist und was in einem steckt. Und nur, wenn man auf die Probe gestellt wird, entdeckt man, wer man sein kann und wer man sein möchte. Der Mensch, der du sein willst befindet sich nicht irgendwo auf dieser Welt - sondern immer in dir drin.

Jetzt in der Dämmerung am Abend, wo das Alltagschaos ruhiger und die Gedanken im Kopf lauter werden, ist dieses Verstehen zu Zufriedenheit geworden. Liebe, Freiheit und Zeit. Es wird immer wieder Zeiten geben, in denen das Feuer im Innern schwindet - letztlich brennt es aber immerzu für und um mich herum. Erwärmt. Und schenkt neuen Antrieb.

1 Kommentar

  1. Hallo ♥
    Dein Text ist wirklich sehr gut geworden und spricht mir irgendwie aus der Seele =)
    Es wird immer Zeiten geben, in denen man unmotiviert oder nicht inspiriert ist, aber die Zeiten gehen vorbei und machen wieder Platz für Neues. Für Kreatives, Spaßiges.
    Danke, dass du uns das nochmal ins Gedächtnis gerufen hast.
    Das Leben ist wie eine Achterbahn, es geht auf und ab ^^
    Ganz liebe Grüße und hab einen schönen Tag :)
    Denise

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Immer her mit dem individuellen Wortgeflüster... ♥