[Rezension] Diamantkrieger Saga #1

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Wer gegen den Strom des »Mainstream« schwimmt hat es nicht immer leicht, kann dafür manchmal jedoch umso mehr mit Einfallsreichtum ala` Genie oder Wahnsinn punkten. Auf die ein oder andere Weise hat jede Story etwas Besonderes an sich - die Bücher von Bettine Belitz sind gerade wegen ihrer Andersartigkeit in vieler Munde. Hochgelobt. Enttäuscht. Ecken und Kanten sind nicht für Jedermann. Mit ihrer neuen Diamantkrieger-Saga konnte die Autorin auf jedenfall mein Interesse wecken, was nicht nur an der tollen Galaxy-Gestaltung liegt, sondern auch an der Handlung selbst. Diese verspricht ein Buch voller Übersinnlichem. So ist unsere 17.Jährige Protagonistin Sara eine Meisterdiebin wenn es um Diamante geht - ihr Leben ein Bild aus Trug und Schatten. Ein Aufeinandertreffen mit dem mysteriösen Damir, inmitten einer Edelsteinjagd, erwecken in Sara übernatürliche Fähigkeiten - die eines Diamantkriegers. Fortan beginnt ein gefährlicher Wandlungsprozess, voller neuer Erfahrungen, Errungenschaften und Fragen. Letztlich läuft jedoch alles auf eines hinaus: Schatten oder Licht. Auf welcher Seite wird Sara stehen?


"Die Sonne schien nur am Tag. Nachts aber war es dunkel - und meine Welt war die Nacht."

Bisher habe ich mit Belitz-Büchern gemischte Erfahrungen gemacht, demensprechend zögerlich und doch voller Erwartungen habe ich die ersten Seiten aufgeschlagen. Mit der Zeit kam erste Ernüchterung auf. Wo zu Anfang noch Spannung herrschte, verlore sich mehr und mehr ein roter Faden - sodass die Storyline ins Stocken kam und ich mich nur mit viel Mühe durch die Handlungsstränge kämpfen konnte. In diesem Fall kamen meiner Meinung nach zu viele Themenpunkte zusammen um diese wirklich gekonnt ins rechte Licht zu setzen und für den Leser durch einen klaren Ablauf verständlich in die Geschichte einzugliedern. Schade! Mit den beiden Protagonisten Sara und Damir hat die Autorin zwei unterschiedliche Charaktere erschaffen, doch eher oberflächlich schraffiert. Wo Sara unnahbar wirkte, konnte mich Damir fesseln - die Hoffnung bleibt somit, dass ihm "die Bühne samt Auftritt" im Folgeband des Öfteren überlassen wird. Prinzipiell gibt das Setting samt Hintegrundidee relativ viel her, allein die "Diamantkrieger" an sich bieten ein völlig neues Kopfkino - was jedoch durch die eher schleppenden Umsetzung nahezu untergeht. Der Schreibstil ist sehr detailreich, was Umgebung und Gefühle angeht - was in manch einer Szene hilfreich war und an anderer Stelle leider zuviel des Guten. Geschmackssache!




Große Fans der Autorin werden mit diesem Werk sicherlich ihren Lesespaß haben, alle anderen könnten mit dem doch recht zähen Schreibstil ihre Probleme bekommen. An sich sollte man vermeiden den Klappentext zu lesen, da dieser schon viel zu viel von der Handlungsbasis hergibt - ansonsten Augen zu auf und durch!



Die Bewertung  

Cover/Gestaltung: 2/2 Punkten
Charaktere: 1/2 Punkten
Spannungsfaktor & Lesespaß: 0/2 Punkten
Schreibstil: 1/2 Punkten
Handlung: 0/2 Punkten

Ich gebe 4/10 Punkte


1 Kommentar

  1. Hallo liebe Leslie,

    schade, dass es dich nicht ganz so in deinen Bann reißen konnte. Das lese ich immer öfter, dabei klang die Leseprobe eigentlich gar nicht mal so schlecht. Aber da es auch mein erstes Buch von der Autorin wäre, bin ich mehr als unschlüssig und überlege, eher ein anderes von ihr erst zu lesen ...

    Alles Liebe! ♥
    Dana

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Immer her mit dem individuellen Wortgeflüster... ♥